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llms.txt: Coding-Agenten nicht mehr letztjährige APIs erfinden lassen

Johannes Hayer
Johannes Hayer
·2 Min. Lesezeit·de

Du lässt den Agenten eine Library verdrahten. Der Code sieht richtig aus. Types checken in seinem Kopf. Dann startest du — und die Methode existiert nicht. Oder unter einem neuen Namen. Oder der Import-Pfad ist seit sechs Monaten woanders.

Niemand nennt das dramatisch eine Halluzination. Es fühlt sich schlimmer an: selbstbewusste Veraltetheit. Das Modell erfindet keine Fantasy-APIs aus dem Nichts. Es vervollständigt aus einer Welt, die nicht mehr zu deinen Docs passt.

Genau darauf zielt llms.txt. Eine kleine Konvention mit großem Job: Agenten auf aktuelle Projektdokumentation zeigen — und den Kontext on demand holen statt aus dem Trainingsgedächtnis zu improvisieren.

Was llms.txt wirklich ist#

Kein Magic Prompt. Kein neues Model-Feature.

Ein kuratierter Index von Dokumentation für LLMs — ein Projekt published eine llms.txt, die Agenten sagt, wo die frischen Docs liegen. Eine Map, nicht die ganze Library. Der Agent (oder ein MCP-Server wie mcpdoc) folgt der Map, wenn der Task diese Library braucht.

Shippt das Projekt keine, bist du wieder beim Docs-Pasten — oder bei Hoffnung auf einen frischen Cutoff. Hoffnung ist keine Context-Strategie.

mcpdoc macht aus der Map ein Tool#

Im Video verdrahte ich mcpdoc, damit ein Coding-Agent in VS Code (Cline) die Docs über MCP holt statt über die Zwischenablage.

Beispiel-Form:

bash
uvx --from mcpdoc mcpdoc \
  --urls "LangGraph:https://langchain-ai.github.io/langgraph/llms.txt" \
         "LangChain:https://python.langchain.com/llms.txt" \
  --transport sse \
  --port 8082 \
  --host localhost

Das Pattern: mcpdoc auf eine oder mehrere llms.txt-URLs zeigen, als MCP-Server exponieren, den Agenten aufrufen lassen, bevor er eine API erfindet.

Warum das „Docs pasten“ schlägt#

Pasten funktioniert einmal. Es überlebt die nächste Session nicht. Es skaliert nicht über LangGraph + LangChain + FastMCP + was du diese Woche anfasst. Und es hängt daran, dass du dich erinnerst zu pasten.

llms.txt + mcpdoc schieben Frische in die Tool-Schicht. Dieselbe Idee wie Context7: der Agent soll nachschauen, nicht erinnern.

Takeaway#

Wenn du eine Library pflegst: shippe eine llms.txt. Wenn du Libraries nutzt, die das schon tun: verdrahte mcpdoc (oder Equivalent) in deinen Coding-Agenten — bevor der nächste „warum existiert die Methode nicht“-Nachmittag kommt.

Frischer Kontext schlägt clevere Prompts, wenn sich die Ground Truth letzten Dienstag geändert hat.

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